„SchulschwänzerInnen müssen begeistert werden!“

Was tun bei SchulverweigerInnen?
Ca. 300.000 SchülerInnen in Deutschland gehen nicht regelmäßig in die Schule. Ermahnungen, Strafe, Bußgelder, Haft für Eltern oder SchülerInnen, Streichung des Kindergeldes u.ä. haben keine nachhaltige Wirkungen, manchmal erzeugen sie sogar eine Verstärkung der Problematik.
Was hilft wirklich? Wie gehen andere Länder, z.B. Frankreich und England, damit um?
Wie können im (sozial-)pädagogischen Alltag MitarbeiterInnen effektiv und wirkungsvoll handeln? Welche Anreize gibt es und wann soll eingegriffen werden?
In der zweitägigen Fortbildung beschäftigen wir uns mit den Entstehungsformen von SchulverweigerernInnen, den unterschiedlichen Ursachen (Beziehungsinstabilität; mangelnde Kraft; Mobbingopfer; Störenfriede; CliquenschwänzerInnen) und dem Effekt von Strafe und Belohnung. Wir lernen positive Handlungsstrategien bzw. Konzepte kennen und probieren sie im (sozial-)pädagogischen Alltag aus.

Erreichbare Kompetenzen:

Die Zielsetzung der Fortbildung ist das Erlangen von Hintergrundwissen, von Handlungskompetenz und professionelle Sicherheit im Umgang mit (scheinbar) nicht lernbereiten SchülerInnen.

Ausgewählte Inhalte:

· Belohnung oder Strafe?!
· Positive Konzepte in anderen Ländern (Frankreich, England)
· Hintergründe von Schulschwänzerei - 4 Typen
· Eigene Haltung/Mentalität im Umgang mit weiblichen und männlichen
Kindern/Jugendlichen
· Zusammenarbeit von SchülerInnen, Polizei, Eltern, LehrerInnen,
SozialpädagogInnen, HeimerzieherInnen etc.
· Projektentwicklung im (sozial-)pädagogischen Alltag

Die Arbeitsmethoden sind:

· Impulsreferat
· Filme
· Rollenspiele/Fallarbeit
· Kreative Methoden/Aktionspädagogik
· Gestaltpäd./-berat. Übungen/Spiele
· Projektvorstellung/-entwicklung

Referentin:  
Heidrun Wendel, zertifizierte Europäische Psychotherapeutin, Dipl. Psychologin, approb. Psychotherapeutin u. Lehrtherapeutin (Gestalttherapie), Autorin, Ausbildungstrainerin für geschlechtsbewusste Gewaltprävention, Sexualpädagogin, Leiterin des Höferhofer Instituts, Lehrbeauftragte der Universität Innsbruck

Termin:  2 Tage