„Die Dunkelheit frisst mich auf“ - Prävention und Umgang mit Depression und Diabetes

Depressionen und Diabetes treten häufig gemeinsam auf und verstärken sich gegenseitig: Menschen, die an Depressionen leiden, haben ein erhöhtes Diabetes-Risiko - umgekehrt ist es ebenso.
Allerdings ist das Erkennen von Depressionen gerade bei Kindern und Jugendlichen schwierig und bei zuckerkranken jungen Menschen besonders!
Mindestens 12% aller Jungen und mindestens 20% aller Mädchen leiden bis zur Volljährigkeit mindestens einmal unter einer Depression. Bei zuckerkranken liegt die Dunkelziffer höher.
Somit sind dies mind. 4-8% aller Kinder in der BRD, die an der häufigsten psychischen Krankheit leiden. Leider wird nur die Hälfte aller Erkrankten erkannt! Dabei sind die Symptome eher unspezifisch: Ständige Traurigkeit, Antriebslosigkeit, Aggressivität, Unkonzentriertheit, geringes Selbstwertgefühl etc..

Was ist nun Folge und Ursache?
Wie kann vorgesorgt bzw. begleitet und/ oder behandelt werden?
Wo liegen Chancen und Grenzen der Behandlungsmöglichkeiten und wer ist für was zuständig (ErzieherInnen, PsychologInnen, HausärztInnen, PsychaterInnen etc.)?

Die Fortbildung informiert über das Krankheitsbild und gibt (mehr) Sicherheit im Umgang damit. Es werden häufige Ursachen genannt sowie Behandlungsmöglichkeiten vorgestellt neben präventiven Schutzfaktoren.

Erreichbare Kompetenzen:

Die Zielsetzung der Fortbildung ist das Erlangen von Hintergrundwissen, von Handlungskompetenz und professionelle Sicherheit im Umgang mit zuckerkranken und/ oder depressiven Mädchen und Jungen sowie jungen Erwachsenen.

Ausgewählte Inhalte:

· Was ist eine Depression (Symptome, Verlauf, Unterschied zu anderen Erkrankungen (z.B. Burnout), Auswirkungen auf das persönliche Umfeld)? ICD-10-Kriterien
· Was sind Folgen der Stoffwechselerkrankung?
· Erklärungsmodelle zur Entstehung von kindlichen Depressionen (im Vergleich zu
erwachsenen Formen)
· Auswirkungen von Trennung der Eltern auf Mädchen/ Jungen und Vorbeugung von körperlichen und psychischen Erkrankungen
· Behandlungsmöglichkeiten
· Testverfahren
· Präventive Schutzfaktoren

Die Arbeitsmethoden sind:

· Impulsreferat
· Filme
· Fragebögen
· Rollenspiele
· Fallarbeit
· Gestaltpäd./-berat. Übungen
· Projektentwicklung/ -vorstellung  

Referentin:  
Heidrun Wendel, zertifizierte Europäische Psychotherapeutin, Dipl. Psychologin, approb. Psychotherapeutin u. Lehrtherapeutin (Gestalttherapie), Autorin, Ausbildungstrainerin für geschlechtsbewusste Gewaltprävention, Sexualpädagogin, Leiterin des Höferhofer Instituts, Lehrbeauftragte der Universität Innsbruck

Termin:  2 Tage