Sex, Drugs & friendship
- Basisseminar - 

Wer wissen möchte, wie es pubertierenden Jungen und Mädchen mit der Liebe und der Sexualität geht, erinnert sich am besten an die eigene Pubertät. Sehr wahrscheinlich kommt dann dabei heraus, dass die Scham und die Angst, alles falsch zu machen und nicht normal zu sein, sehr groß waren, dass man gemessen an den hochfliegenden Träumen viel Ernüchterung erlebt hat, die ersten Küsse und Berührungen schrecklich unbeholfen waren, das Erste Mal nicht so besonders, aber enorm wichtig war, und dass man glaubte, alle anderen kriegten alles viel besser hin. Trotzdem konnten wahnsinnige Dinge geschehen, die die Welt aus den Angeln hoben... So ist es auch heute noch.

Anders als vor 30 Jahren haben Jugendliche heute mehr Informationsquellen. Jedoch gibt es große Lücken.
Und natürlich gibt es weiterhin Begegnungen mit unerwünschten sexuellen Annäherungen, irritierende Erlebnisse mit Pornographie, Verhütungspannen und großen Gruppendruck. Nicht zuletzt fehlt es sowohl Jungen als auch Mädchen oft an konkretem Körperwissen und lebenspraktischen Informationen etwa über den weiblichen Zyklus und den fruchtbaren Tagen, die Lebensdauer von Spermien oder über die ganz normalen anstehenden körperlichen Veränderungen. Oft müssen sie vorgeben, alles bereits zu wissen, und trauen sich deshalb nicht, Fragen zu stellen. Dabei lautet die drängendste Frage nach wie vor: Bin ich normal?

Hier haben FreundeInnen einen großen Einfluss. Jedoch wer sind ihre FreundeInnen wirklich? Gibt es Fragen und Antworten per facebook - Freundschaften - wie läuft da der Kontakt in der virtuellen Welt? 
Welche Probleme haben Jugendliche im echten Nahbereich? Wer ist bzw. Wird EinzelgängerIn - warum? Was ist mit Mobbing in Bezug auf Körper und Sexualität? Wer verpetzt wen und wie? 

Erreichbare Kompetenzen:

Die Zielsetzung der Fortbildung ist das Erlangen von Hintergrundwissen, von Handlungskompetenz und professionelle Sicherheit im Umgang mit pubertierenden und scheinbar gut vernetzten Kindern und Jugendlichen.

Ausgewählte Inhalte:

· Sexuelle Entwicklung - was ist normal?
· Wer spricht wie - über was - mit wem?
· Echte und virtuelle Freundschaften
· Mobbing, Liebesentzug, Liebeskummer und andere Verletzungen/ seelische
Schmerzen
· Medien/Literatur

Die Arbeitsmethoden sind:

· Impulsreferat
· Film
· Rollenspiele/Fallarbeit
· Gestaltpäd./-berat. Übungen/Spiele
· Projektentwicklung

Referentin:  

Heidrun Wendel, zertifizierte Europäische Psychotherapeutin, Dipl. Psychologin, approb. Psychotherapeutin u. Lehrtherapeutin (Gestalttherapie), Autorin, Ausbildungstrainerin für geschlechtsbewusste Gewaltprävention, Sexualpädagogin, Leiterin des Höferhofer Instituts, Lehrbeauftragte der Universität Innsbruck

Termin:  2 Tage