„Lust auf mehr (essen)“ - Umgang mit Essstörungen

Wie verhält sich das mangelnde Selbstwertgefühl zu Essstörungen?

Das Bewusstsein, selbst etwas wert zu sein, drückt sich in der Ausbildung eines eigenen Lebensstils aus. Eng verbunden damit ist auch die Genussfähigkeit. Ist die Fähigkeit, sich abzusichern, ein Revier abzustecken und einen Eigenraum zu schaffen, gestört, dann gibt’s die pathologische Erscheinung des ständig Mehrwollens (Suchtverhalten) und der Abgrenzung durch Übergewicht.
Wie können Kinder und Jugendliche lernen, sich abzugrenzen und Sicherheit zu erlangen, ohne sich selbst durch übermäßigen Konsum von Süßigkeiten, Säften etc. zu schädigen bzw. Opfer von sogenannten „Genussmitteln“ zu werden!?
In der Fortbildung beschäftigen wir uns mit den Entstehungsformen von Essstörungen, den Ursachen von mangelndem Selbstwertgefühl und dem Unterschied von positiven und negativen Abgrenzungsfähigkeiten. Wir entwickeln ein positives Selbstwertgefühl, lernen gesundes Abgrenzen und erproben/erarbeiten uns Handwerkszeug für den (sozial-) pädagogischen Alltag.

Erreichbare Kompetenzen:

Die Zielsetzung der Fortbildung ist das Erlangen von Hintergrundwissen, von Handlungskompetenz und professionelle Sicherheit im Umgang mit essgestörten und nur scheinbar genussfähigen Kindern/Jugendlichen.

Ausgewählte Inhalte:

· Entstehungsformen von Essstörungen
· Menschliche Bedürfnisse und Fähigkeiten (sich abgrenzen wollen; Eigenwert erlangen; Genussfähigkeit erlangen; Fähigkeit sich zu behaupten)
· Krankes/ungesundes versus reifes und erwachsenes Verhalten
· Strategien für positive Handlungsbereitschaft

Die Arbeitsmethoden sind:

· Impulsreferat
· Phantasiereisen
· Rollenspiele/Fallarbeit
· Gestaltpäd./-berat. Übungen/Spiele für die Einzel- bzw. Gruppenarbeit
· Projektentwicklung

Referentin:  
Heidrun Wendel, zertifizierte Europäische Psychotherapeutin, Dipl. Psychologin, approb. Psychotherapeutin u. Lehrtherapeutin (Gestalttherapie), Autorin, Ausbildungstrainerin für geschlechtsbewusste Gewaltprävention, Sexualpädagogin, Leiterin des Höferhofer Instituts, Lehrbeauftragte der Universität Innsbruck

Termin:  2 Tage